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1852 bis 2002 - 150 Jahre Männerchor Frohsinn
Altendorf - Jubiläumsfeier
150-Jahr-Jubiläum Männerchor Frohsinn
Altendorf
Fahnenweihe, Festakt und Unterhaltungsabend
Von Sepp Baumann
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Der Samstag morgen
am 13.April 2002 ist eher trüb; so echt April. Doch wir
Sänger sind keinesfalls betrübt, sondern eher freudig
erregt. Das wird einer guter Tag werden, Wetter hin oder
her. Es wird sicher alles klappen.
Unsere "Kommission Fahnenweihe" unter Ruedi Bühlmann und
auch Chefkoch Werner Umberg mit seinem Team hat ganze
Vor-Arbeit geleistet. Heute wollen wir feiern nicht arbeiten.
Doch eine Kleinigkeit, nämlich Tische und Stühle aufstellen
und wieder abräumen wird unser Chor selbst erledigen.
Sozusagen mit links! Bewirtet und verwöhnt werden wir
von den "Dorfjumpfern", welche den Restaurationsbetrieb
in eigener Regie führen.
Doch jetzt zum Aktuellen. Um 15.30 Uhr dürfen wir im Foyer
der MZA die 480 geladenen Gäste zum Apéro begrüssen. Das
ist für uns eine einmalige Gelegenheit mit vielen alten
Bekannten zu Plaudern und natürlich auch neue Freunde
kennenzulernen. Bekanntlich geht das mit Weisswein besser.
Sozusagen auf die Minute genau, hört es draussen auf zu
Regnen. Angeführt von der Harmoniemusik Altendorf, marschieren
wir sichtlich stolz via Hauptstrasse Richtung Kirche,
gefolgt von vielen Chor und Vereinsdelegation mit ihren
Fahnen, sowie allen Gästen. Das mit dem Stolz hat seinen
Grund. Unser neues Tenue, bestehend aus Hose, Hemd, Gilet
und Krawatte dürfen wir heute das erste Mal präsentieren.
Wahrlich ein schönes Bild.
In der Kirche, festlich geschmückt mit 21 Fahnen, zelebrieren
Pfarrer Werner Fleischmann, von früher her mit unserm
Chor eng verbunden, mit unserm Dorfpfarrer Hermann Bruhin,
einen sehr festlichen Gottesdienst. Wir dürfen vorne in
der Kirche mit vier Liedern mithelfen, unterstützt an
der Orgel von Edgar Bisig. Die Fahnenpaten Pia Landolt
und Ruedi Mächler entrollen vorne beim Altar gemeinsam
die neue Fahne. Auf weissem Grund steht dominant der Notenschlüssel
und die rote Rose aus dem Gemeindewappen. Im Hintergrund
sind vier singende Männerköpfe, Notenlinien und die Wellen
des Sees in hellgrau dargestellt. Fähnrich Josef Keller
übernimmt die neue Fahne. Vizefähnrich Josef Züger-Landolt
grüsst mit der alten Fahne unsere neue Fahne. Nach 53
Jahren wird unsere treue Begleiterin mit leichter
Wehmut verabschiedet. Nun wird die neue Fahne eingesegnet
und steht jetzt das erste Mal vor uns in der Kirche.
Nach dem unvergesslichen Gottesdienst verschiebt sich
unsere Gesellschaft in die Mehrzweckhalle. Dort erwarten
uns festlich geschmückte Tische und natürlich die "Dorfjumpfern".
Oben auf der Galerie werden die 21 Vereinsfahnen in einer
Reihe aufgestellt, was die Festlichkeit nochmals erhöht.
Unser Präsident Eugen Hollenstein begrüsst jetz alle Gäste
und übergibt das Zepter an Kathrin Häni. Sie wird uns
in charmanter und humorvoller Art durch den Abend begleiten.
Das excellente Essen vom "choreigenen Chefkoch"" Werner
Umberg selbst zubereitet ist Klasse. Während dem Nachtessen
kommen wir in den Genuss einer Uraufführung. Die Harmoniemusik
Altendorf spielt das erste Mal die "St. Galler Rhapsodie"
vor, eigens komponiert von Peter Kleine Schaars. Dieses
schwierige Musikstück wird beim "Internationalen Wettbewerb
für Unterhaltungsmusik 2002" am 20. April
in St. Gallen gespielt. Auch noch andere Leckerbissen
dürfen wir hören von unserer Dorfmusik. Das Mundharmonika
Quartett "Seedammhöckler" folgt als weiterer Highlight
des Abends. Dann ist der "Coro Nivalis" aus Chiavenna
an der Reihe. Dieser Männerchor trägt uns italienische
Lieder vor; Volkslieder und auch Klassik. Hervorragend
an diesem Chor ist das Piano und Pianissimo sowie der
perfekte Chorklang. Mäuschenstill wird es im Saal und
man hört selbst die leisesten Töne. Und das alles auswenig
und à Capella gesungen. Das sollte uns anspornen. Machen
wir's nach!
Eine ganz andere von Höhepunkt wird uns von den "Up Stream
Dancers" aus Lachen geboten. Sicher ein reizvoller Kontrapunkt.
"Der Tanz ist unsere Leidenschaft"; und so kommt's auch
herüber. Eine kraftvolle und energiegeladene Choreografie
nach moderner Musik faszinierte uns auf halbdunkler Bühne.
Anschliessend gratuliert uns Gemeinepräsident Albert Steinegger
zu unserm "150 jährigem". Kantonal Präsident des SKSV
Jürg Ulrich überreicht dem Chor eine Spende und Ehrenurkunde.
Seine Worte "Gesang macht das Leben erst lebenswert" zeigen:
"Er ist einer von uns"!
Jetzt kommt endlich das "Jodelchörli am St. Johann" Altendorf
zum Auftritt. Seine gefühlvollen Lieder wirken wieder
wie ein Kontrapunkt, aber ins Gemütvolle. Als Abschluss
des Unterhaltungsprogramms ein musikalisches Feuerwerk,
Life dargebracht von der "Old Village Jazzband Altendorf".
Kaum zu glauben was die mit Big Band Besetzung und
Glenn Miller Sound wie ein Orkan zum Zuhörer hinschleudern
und das alles ohne Verstärker.
Als Überraschung noch unser eigener Musikalischer Sketch.
Kathrin Häni hat mit acht Sängern einen humoristischen
Vortrag eingeübt. Das Motto ""Wie kam der Männerchor zur
neuen Fahne" mit Hauptakteur Alois Marty. Dargestellt
wird das "Kaputtgehen"" der alten Fahne, der Entschluss,
eine neue Fahne zu kaufen und schliesslich die gesangliche
Verehrung der neuen Fahne.
Die Nacht ist noch lang. Anschliessend spielt die Big
Band noch ein paar Stücke um dann der Tanzmusik Platz
zu machen. Für ganz "Zäächi" wie den Schreiber dieses
Bericht ist ein Schwenker in die Bar fast ein "Muss".
Wie spät es dort wird? "Das wissen die Götter" oder "Darüber
schweigt des Sängers Höflichkeit"!
Rückblickend war unsere Fahnenweihe ein Tag den man nicht
schnell vergisst.
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| Fotos:
Familie Stefan Hohl |
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