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Was schreibt die Presse über das 150 Jahr
Jubiläum des Männerchor Frohsinn Altendorf?
Wählen Sie aus folgenden Presseartikel den
gewünschten Bericht aus:
Kameradschaft macht
Freude und hält zusammen
Altendorf: Fahnenweihe des Männerchors Frohsinn
am 150. Geburtstag
Unter Anwesenheit von einem knappen Dutzend Chören und zahlreichen
einheimischen Dorfvereinen weihte der Altendörfler Männerchor
am vergangenen Samstagabend seine neue Fahne ein. Im Mittelpunkt
der musikalischen Festmesse standen die Themen Brüderlichkeit,
Gemeinschaft und Frieden.
Artikel erschienen in der March-Höfe Zeitung vom 15. April
2002
von SARAH MONTIBELLER
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Neugierig und teilweise mit fragen- den Mienen standen am
Samstag kurz vor 17 Uhr die Autofahrer auf der Kantonsstrasse
zwischen Pfäffikon und Altendorf in einer Kolonne neben ihren
Wagen und wunderten sich über den farbenfrohen Umzug, der
ihnen die Durchfahrt versperrte. Angeführt von den Klängen
der Harmonie-Musik Altendorf und mit stolzen Mienen marschierte
der Männerchor Frohsinn aus Altendorf vom Schweizerhof-Platz
Richtung Pfarrkirche St. Michael. Der 150-jährigen Sängergemeinschaft
folgten nebst den Männerchören aus March und Höfe auch jene
aus Brunnen, Gersau, Höngg, Küssnacht am Rigi und LinthaI
sowie der Frauenchor Lachen, der Frauenchor Schwyz und der
Schwyzer Kantonal-Sängerverband. Unbeirrt vom düsteren Wetter
folgten auch Dorfvereine ohne musikalische Tätigkeiten dem
Geburtstagskind in das Gotteshaus.
Männerchor gestaltete Gottesdienst mit
Die Musik, welche die verschiedenen Persönlichkeiten eines
Männerchors verbindet, stand im Zentrum des Festgottesdienstes
von den Pfarrern Hermann Bruhin und Werner Fleischmann. Deshalb
wurde selbst die Kommunion nicht, wie heute üblich, gesprochen,
sondern von Werner Fleischmann gesungen, was die feierliche
Atmosphäre besonders untermalte. Natürlich gestalteten auch
die knapp 40 Mitglieder des Männerchors Frohsinn die Messe.
mit. So sang der Männerchor diverse vierstimmige Kirchgesänge
(unter anderem "Singet dem Herrn"), begleitet durch Soloeinlagen
von Dirigent Fabian Bucher. Auch die Lesung wurde von einem
Frohsinn-Sänger gehalten.
Notenschlüssel dominiert Nach musikalischer und textlicher
Einstimmung nahmen die Fahnenpaten Pia Landolt und Ruedi Mächler
das neue Fahnentuch vom Altar und entrollten es langsam. Die
neue Fahne wirkt durch ihren neutralen, weissen Hintergrund
zeitlos. Die hell- grauen Aufdrucke (vier singende Männerköpfe,
die Wasserwellen und wehende Notenlinien auf dem Grund in
der symbolischen Farbe des Friedens) ähneln einem Wasserzeichen
auf einem Briefpapier und wirken so wie ein Markenzeichen
für den Sängerverein. Die vier singenden Gesichter stehen
als Zeichen für den vier- stimmigen Chor, der mit Harmonie
und Disharmonie musikalisch spannende Kontraste setzt. Werner
Fleischmann erweiterte die Bedeutung der Köpfe im Wappen und
sprach auch über zwischenmenschliche Harmonien und Disharmonien
im Vereinsleben. Die Wasserwellen bringen die geografischen
Wurzeln des Chors zum Ausdruck. Sie verkörpern den Zürichsee.
Das gemeinsame Ziel der knapp 40 Sänger, die Musik, wird durch
die wehenden Notenlinien ausgedrückt und durch den dominierenden
roten Notenschlüssel im Vordergrund betont. (Der rote Notenschlüssel
ist übrigens auch ein Element des neuen Vereinssignets des
Männerchors Frohsinn.) Natürlich fehlt die Rose aus dem Gemeindewappen
von Altendorf auch auf dem neuen Fahnentuch nicht. Sie sei
schön und zart, erklärte Werner Fleischmann, man müsse sie
behutsam pflegen und sorgsam mit ihr umgehen, wie mit seinen
Kameraden und Mitmenschen.
Nachdem die Paten die neue Fahne präsentiert hatten, grüssten
sich die alte Fahne und ihre Nachfolgerin, und die Veteranin
wurde verabschiedet. Mit dem Einzug in die Kirche versah die
alte Fahne somit nach 53 Jahren ihren letzten Dienst. Nun
wurde die neue Fahne gesegnet.
Kameradschaft macht Freude In einem Gebet dankte die Festgemeinde
dann Gott für das 150-jährige Bestehen der jubilierenden Sängergemeinschaft
und bat um Schutz unter der neuen Fahne und um Geduld untereinander,
auch in schlechten Zeiten.
In den vergangenen 150 Jahren hätte der Männerchor Frohsinn
aus Altendorf sowohl gute wie auch schlechte Zeiten erlebt
(die "MHZ" berichtete), wichtig seien aber immer, so Fleischmann,
Menschen gewesen, also Gründer und Unterstützer des Vereins.
Trotz grossen Veränderungen in der Welt (wissenschaftliche
Fort- schritte, politische und wirtschaftliche Krisen) habe
der Chor überlebt, fuhr Fleischmann fort, und bestehe noch
heute in einer Zeit, in der man nur noch eine CD in den Player
schieben und die Starttaste drücken müsse, um Musik in guter
Qualität konsumieren zu können. Der Männerchor Frohsinn habe
überlebt, weil Singen ein sinnvoller Ausgleich zum stressigen
Alltag sei, bei dem man Menschen treffen könne, erklärte Werner
Fleischmann weiter. Für Fleischmann ist die neue Fahne Beweis
dafür, dass sie sich der Verein auch in Zukunft (zwischenmenschlichen)
Herausforderungen stellen will. Kameradschaft steht für den
Männerchor Frohsinn im Vordergrund. Ein Sänger formulierte
kameradschaftlichen Zusammenhalt in seiner Lesung so: "Liebe
ist das Band, das alles zusammenhält." Dass dieses Band den
Männerchor Frohsinn zusammenhält und dass Kameradschaft Freude
macht, verspürte man, als der Männerchor die Messe harmonisch
mit einem Lied beendete.
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