|
Jubiläumskonzert 2002 Bericht des March-Anzeigers: Vom Musicalsong
zum Ländler
Jubiläumskonzert zum 150. Geburtstag des Männerchors Frohsinn,
Altendorf
In der voll besetzten Pfarrkirche in Altendorf sang sich
der Männerchor Frohsinn zum Abschluss seines Jubiläumsjahres
zusammen mit dem Männerchor Präffikon am Etzel am Sonntagabend
in die Herzen des grossen Publikums.
VON ULO ETTER
150 Jahre alt wurde der Männerchor Frohsinn Altendorf dieses
Jahr, und zum Abschluss seiner Jubiläumsfeierlichkeiten gab
er am Sonntag- abend in der voll besetzten Pfarrkirche in
Altendorf zusammen mit dem Männerchor Präffikon am Etzel unter
der gemeinsamen Leitung von Fabian Bucher ein abwechslungsreiches
Konzert. Instrumental begleitet wurde, er von der Kapelle
Syfrig/Valotti, weIche mit einer Zwischenmusik begeisterte.
Den Auftakt des Konzertes machten die beiden Chöre gemeinsam
mit dem Lied "Wohlauf ir Musici" von Bernhard Isenring, Altendorf,
nach einem anonymen Gedicht aus dem Jahr 1594 komponiert.
Das Lied war ein wahres Lob auf den Gesang von Tenor und Bass
und der Musik allgemein, mit ei- nem kräftigen, Wiederkehrenden
Refrain: "Denn wer nit singt der soll auch nit mittrinken."
Kathrin Häni, welche mit strahlendem Charme durch das Programm
führte, kündigte nun vier Lieder von Joseph Bovet an. Zwei
waren sehr bekannt Wie das stimmungsyolle "Le vieux chalet"
oder "Le ranz des vaches", leicht und Wiegend klang "l'armailli
des alpettes". Dem vor einer Woche zu Grabe getragenen Mitglied
des Männerchores Frohsinn. Fritz Mächler. war das letzte Lied
von Bovet gewidmet "La fanfare du printemps Frühlingsmarsch"
das mit seinem regelmässig zackigen Rhythmus an eine kleine
Dampflok erinnerte, die munter durch eine Frühlingslandschaft
zuckelte.
volkstümlichen Abstecher
In ihrem Zwischenspiel begeisterte die Kapelle Syfrig/Valotti
mit einem gemütvollen Walzer "Abend am Vierwaldstättersee"
oder mit dem Schottisch "En wahre Purpur" bei welchem auch
jazzige Elemente anklangen. Das letzte Stück begann ganz fein
und wurde dann zum lebenslustig leichten Walzer. Der Männerchor
Pfaffikon am Etzel trug anschliessend einige Lieder von Wilhelm
Heinrichs vor, zuerst das temperamentvolle "Tanzen soll die
Danitza". In drei tschechischen Tanzliedern wurden mit viel
Gefühl vor allern die liebe, schöne Mädchen, die Sehnsucht
und das Tanzen besungen.
Zum Schluss begleitete die Kapelle Syfrig/Valotti als geradezu
ideale Ergänzung die beiden Chöre bei ihrern gemeinsamen,
musikalischen Streifzug durch die gängigen Melodien des berühmten
Musicals "May Fair Lady" von Frederick Loewe. Dabei kamen
so schwungvolle Titel wie "Ich hätt getanzt heut Nacht"; "Wäre
das nicht wunderschön?", oder "Es grünt so grün wenn Spaniens
Blüten blühn" zu Gehör. Mit raffiniert jazzigen Einlagen spielte
die Kapelle "Hey heute i Morgen mach ich Hochzeit". und der
Chor pfiff im Hintergrund zuweilen , dazu. Angesichts des
grossen Applauses wurden als Zugabe nochmals "Wohlauf ir Musici"
und "Mit einem kleinen Stückchen Glück" gesungen- Danach standen
die ersten Konzertbesucher zum Nach-Hause-gehen auf. Doch
viele klatschten weiter so dass nochmals mit Sangesfreude
die letzten Zeilen des Medleys vorgetragen wurden "Aus <My
fair Lady> sangen wir die schönsten Melodien" .
Seitenanfang
zurück
|