1943 Sängertreffen der Sängervereinigung March-Höfe

Als erste grössere öffentliche Veranstaltung wurde dem Männerchor Frohsinn Altendorf für das Jahr 1943 das Sängertreffen March-Höfe übertragen. Als Festplatz wurde unser sehr schöne Aussichtspunkt Johannesburg auserwählt, wo sich 9 Chöre dem fröhlichen Volkslied frönten. Im Schutze unseres stolzen Burghügels St. Johann, dem prächtigen Wahrzeichen von Altendorf, liess man als Höhepunkt vier Gesamtchöre erklingen: Gott grüsse Dich» und «Mein Schweizerland wach auf» von Attenhofer, «Erinnerung» von Brunner und «Heimweh» von Heim. Vorwiegend galt das Sängertreffen der Kameradschaft und die von den einzelnen Chören vorgetragenen freien Lieder fanden allgemein Gefallen und man war durchwegs sehr befriedigt über die flotte Durchführung und Organisation durch unsern Männerchor.Delegierten-Versammlung

1949 Fahnenweihe und Sängerlandsgemeinde March-Höfe

Am Sonntag, den 29. Juli 1949 neun Uhr, verkündeten Kanonenschüsse, dass die VI. Sängerlandsgemeinde in Altendorf abgehalten werde und diese Prognose wurde bald mit einem ergiebigen Regenguss beantwortet. Aber gestützt auf den Bericht der meteorologischen Zentralstelle vertraute man auf einen schönen Nachmittag. Unermüdlich hatte man auf dem Festplatz bis in alle Nacht hinein gearbeitet, die Kirche war geschmückt und die Bäckereien und auch der Dorfmetzger hatten ihre Produkte auf Gutfestwetter quantifiziert und qualifiziert. Doch lasst uns auszugsweise über den abwechslungsreichen Sänger-Tag mit Fahnenweihe den Schilderungen des Chronisten folgen: «Nach 12 Uhr marschierten die Mitglieder des Frohsinn in Begleitung und unter strahlendem Himmel dem Bahnhof zu, wo der Fahnengötti, Statthalter, Albert Steinegger jun. z. Schwanen, in Vertretung seines zufolge Erkrankung verhinderten Vaters, die Fahnengotte Frau Anna Diethelm-Steinegger abholte. Bald entstiegen den Zügen von Ost und West die Sängerinnen und Sänger, Marchtrachten und Gäste und wurden durch die Harmonie empfangen und die schmucken Ehrendamen kredenzten den Ankommenden ihre gefüllten Becher. Sofort formierte sich der stattliche Festzug zur St. Michaelskirche. Von der Empore sang der Göttiverein Wollerau Schuberts «Wohin soll ich mich wenden«, worauf der Ortspfarrer HH. J. Kennel ein passendes, gutdurchdachtes Kanzelwort sprach. Er erwähnte, dass die St Michaelskirche noch nie so viele Sängerinnen und Sänger gesehen habe wie heute und hiess alle recht herzlich willkommen in Altendorf. Er verglich das Lied, das bald in dieser oder jener Melodie erklinge, in Freud und Leid mit jener Rose, welche die Mitte des neuen Banners schmückt. Sie ist gewissermassen ein Sinnbild einer Schönheit des Liedes in seiner Pracht und Mannigfaltigkeit. Dem sinnreichen, gediegenen Kanzelwort folgte im Chor die kirchliche Bannerweihe. Mit dem von der Patensektion Wollerau und dem Frohsinn Altendorf gemeinsam gesungenen Lied «Sonntag ist's« schloss die Fahnenweihe in der geschmückten Pfarrkirche. Der Festzug unter klingendem Spiel der Harmoniemusik Altendorf wandte sich dem geschmackvoll dekorierten Festplatz zu. Ktsrt. Josef Marty begrüsste die Festversammlung in seiner üblichen guten Laune und erinnerte mit einigen Reminiszenzen aus vergangenen Vereinstagen und ermunterte die Jugend, sich dem Volksgesange zu widmen. Die Patensektion Wollerau eröffnete den Reigen der Liedervorträge, währenddessen über das rechtsufrige Zürichseeufer ergiebiger Regen einsetzte und die Lieder mit Blitzezucken und Donnerrollen begleitet wurden. Des nun einsetzenden Regens wegen kam das «Schlechtwetterprogramm« zur Anwendung. Die Vereine wurden unter die Gaststätten verteilt und im Saale zum Schwanen wickelte sich das Programm weiter ab. Bald verzog sich das Unwetter und Frau Sonne lächelte wieder ulkig vom blauen Himmel hernieder. Die Festbesucher spazierten dem Festplatz zu, wo sich das Programm weiter entwickelte. Verbandspräsident Ernst Vogt begrüsste die Sänger und Gäste und widmete ansprechende Gedanken und ernannte die neuen Veteranen der Sängervereinigung, so Emil Wichert vom Männerchor Altendorf. Herr Hans Steiner, Präsident der Patensektion, überbachte die Grüsse der Sektion Wollerau. Als Göttigabe durfte der Präsident des Männerchor Altendorf, Sigfrid Walker, eine sehr wertvolle, geschnitzte Chronik mit den Wappen von Altendorf und Wollerau in Empfang nehmen.Gabe des Göttivereins WollerauMit den Gesamtchören schloss der gesangliche Teil und es folgte die Verteilung der Ehrengaben in Form einer schönen Plakette mit Bild der neuen Fahne. Im Gasthaus zum Schwanen versammelten sich die Patensektion mit dem Männerchor Frohsinn und den Behörden zu einem Imbiss, wo noch Reden und Lieder vorgetragen wurden. Um 20 Uhr begann der Abendbetrieb auf dem idealen Festplatz, wo zur Freude der Veranstalter recht viele Besucher eintrafen. Der Betrieb dauerte bis zum Morgengrauen, sodass trotz des abwechslungsreichen Wetters, auf einen schönen, denkwürdigen Tag der Fahnenweihe des Männerchor Frohsinn zurückerinnert werden kann.» 

1960 XII. Sängertag March-Höfe in Altendorf 

Über den gelungenen Sängertag wurde in der Presse ausführlich berichtet und es freut uns, dass wir in unserer Jubiläumsschrift ebenfalls darüber, wenn auch auszugsweise, berichten können. Unter strahlender Sonne trafen sich am Sonntag, den 19. Juni 1960 die Chöre der Sänger-Vereinigung March-Höfe sowie einige Gastsektionen, eine stattliche Zahl von 450 Sängern, zu einem Sängertreffen in Altendorf. Am Bahnhof hat es begonnen mit gegenseitigem Händeschütteln und einem kühlen Trunk aus dem Ehrenbecher, dazu schmetterte die Harmoniemusik eine rassige Weise. Gleich formierte sich ein Festzug. Am Schmuck der beflaggten Häuser vorbei begleiteten die Chöre ihre Fahnen zum Festplatz, der als Volksgarten bestimmt seine Reize aufwies, zum Verbleiben aber leider etwas reichlich der Sonne ausgesetzt war. Trotzdem hob ein frohmütiges Fest an. Den offiziellen Akt eröffnete der gewandte und verdienstvolle Organisationspräsident Emil Wichert mit einem überaus freundlichen Willkommgruss an Sängerinnen und Sänger. Nach der Begrüssung leitete der Männerchor Frohsinn mit einem feinen Präludium die Vorträge der Chöre ein, deren Einzelgesänge so richtig zu Anwälten eines Gesangfestes wurden. Alle Vereine kamen bestens vorbereitet aufs Podium, und ihre Darbietungen verdienten um so mehr Lob, als ja keine Auszeichnung zu erringen war. Für Sängerinnen und Sänger bedeutet ein Sängertreffen eine gewisse Krönung monatelangen Übens.Einen besonderen Höhepunkt solcher Sängertreffen bildet jeweils die Veteranen-Ehrung. Eine stattliche Zahl, Frauen und Männer, durfte der Präsident der Vereinigung zu diesem Akte aufrufen. Die Worte des Redners, in männlicher Sachlichkeit und tiefer Verantwortlichkeit vorgetragen, bedeuten einen Aufruf zur guten Sache des Gesanges wie auch ein Dank für die jahrzehntelange, selbstlose Treue zur Liedgemeinschaft. Und wie es einem Gesangfest gebührt, richtete auch der Gemeindepräsident, in unserem Falle Kantonsrat Robert Weber, Worte des Dankes, des Lobes und der Aufmunterung an die erschienenen Chöre sowie an das trotz Hitze verweilende Publikum. Schliesslich fügten sich alle Sänger und hernach alle Sängerinnen dem Taktstock des Gesamtchordirigenten, Lehrer Albert Winet. Wieder einmal wurde so die Erhabenheit der menschlichen Stimme, vieler Stimmen, zum Ausdruck gebracht - Menschenstimmen in harmonischem Zusammenhang.Für unermüdliches Schaffen zum Wohl und Gedeihen des Sängerwesens wurde der Präsident der Sänger-Vereinigung March-Höfe, Emil Wichert, mit einem Gedenkteller bedacht. Geehrt wurde ebenso verdientermassen Lehrer Albert Winet, der schon so viele Jahre mit unermüdlichem Opfergeist dem Männerchor und allem edlen Musizieren in Kirche und Schule diente. Alles in allem, es war ein Fest für das Volk, das nicht erdrückte, sondern irgendwie fesselte, indem es befreite - ein Menschliches frei machte, Gemütskräfte aufrief, die heute so gern versiegen Fahnenweihe 1949

1974 Trotz Dauerregen ein prächtiger Tag des Liedes 

Der 17. Sängertag March-Höfe wird gleich in mancherlei Belangen den Organisatoren wie den Besuchern in langer Erinnerung bleiben. In guten Treuen und in der festen Absicht, diesen grossen Tag des Liedes den verdient würdigen Rahmen zu geben, hat der Männerchor Frohsinn, Altendorf, im vergangenen Jahr der Durchführung dieses Festanlasses sein Jawort gegeben. Flugs bildete sich ein OK von idealistisch gesinnten Männern, welche unter Führung ihres Chefs, Felix Walker, in Feinarbeit das Fundament für ein sicheres Gelingen legten. Die Voraussetzungen für ein gediegenes Sänger-Rendezvous waren gegeben, und das Interesse zur Teilnahme darf als erfreulich bezeichnet werden. Nebst den Chören aus March und Höfe meldeten sich auch solche aus Einsiedeln, aus der Zentralschweiz und dem benachbarten St. Gallerland an. Ein schmucker Festführer mit Illustrationen deuteten schon im voraus auf einen gepflegten Sängertag hin. Der grosse Show und Tanzabend am Freitag verzeichnete einen sehr guten Erfolg, ebenso der Unterhaltungsabend vom Samstag. Der Sonntag aber war dem Lied gewidmet. Zuversichtlich schaute das rührige OK dem grossen Sängertreffen vom Nachmittag entgegen. Schon am Vormittag prasselte ein starker Regen über die Gegend, welcher den ganzen Tag hindurch anhielt. Eine bittere Pille auf eine solch prompte Vorarbeit. Doch die Verantwortlichen wussten sich zu wehren. Die viele Ehrengäste wurden im «Schwanen» zum Willkommtrunk empfangen. In ihrer Mitte erkannte man Regierungsrat Feusi, Kantonalpräsident Fritz Oechslin, den ewig jungen Schwyzer Sängervater Vital Mächler, Vertreter der Kantons-, Bezirks- und Gemeindebehörde. Als originelle Überraschung übernahm ein Fünfspänner-Gefährt den Transport zur Festhalle. Natürlich wäre diese höchst seltene Fahrgelegenheit bei Sonnenschein noch zum grösseren Erlebnis geworden. Fahnenweihe 1949Die Begrüssung der Vereinsbanner wurde wetterbedingt in der Festhalle vorgenommen, wo die Harmoniemusik Altendorf unter der Leitung von Dir. Heinz Kümin ein delikates Eröffnungskonzert darbot. Mit Geschick und rednerischer Gewandtheit führte Conferencier Adolf Leemann durch das Programm. Mit starkem Applaus wurde der imposante Begrüssungschor, dargeboten von den Chören Altendorf, Pfäffikon und einem Ensemble des Musikvereins Altendorf, unter der bewährten Direktion von Herr Carlo Olivetti, Stäfa, aufgenommen. In kurzen, gewählten Worten entbot Ok-Präsident Felix Walker Gruss und Willkomm an die Sängergemeinde. Darauf begann der friedliche Wettstreit der Chöre, welche die Früchte ihrer emsigen Probentätigkeit an die Öffentlichkeit trugen. Folgende Chöre nahmen an unserm Sängertag mit einem oder sogar mehreren Liedervorträgen teil: 1. Männerchor Liederkranz Bürg Neuhaus, 2. Männerchor Galgenen, 3. Männerchor Goldingen, 4. Männerchor Gersau, 5. Männerchor Liederkranz Küssnacht am Rigi, 6. Frauen-und Töchterchor Lachen, 7. Männerchor Lachen, 8. Männerchor Pfäffikon am Etzel, 9. Sängerbund Rufi Maseltrangen, 10. Männerchor Schänis, 11. Männerchor Tuggen, 12. Männerchor Wangen, 13. Frauen- und Töchterchor Einsiedeln. Anerkennend darf vermerkt werden, dass fast sämtliche Chöre markante und «festhallengeeignete» Kompositionen gewählt haben. Verbandspräsident Emil Wichert, Altendorf, sprach in einer gehaltvollen Rede sozusagen von Sänger zu Sänger und richtete nebst seinem Willkommgruss den Dank an die Organisatoren. Der Jugendchor Altendorf unter Leitung von Lehrer Franz Nussbaumer erfreute mit seinen munteren Vorträgen und erntete grossen Applaus. Dann wurden verdiente Sänger zu Ehrenmitgliedern ernannt, so aus dem Männerchor Altendorf Herr Karl Schuler für 40 Sängerjahre und für 25 Sängerjahre zum Veteran Herr Felix Walker, Alois Zimmermann und Keller Emil. Gemeindepräsident Eugen Diethelm begrüsste namens der Gemeinde Altendorf die Festgemeinde. Und er tat es in seiner gekonnten und wohldurchdachten Art. In echter Sympathie wusste er dem Sängerideal auf seine Weise ein spezielles Kränzchen zu winden. Mit der Abgabe einer hübschen Erinnerung an die teilgenommenen Vereine endete ein arg verregneter, aber hervorragend organisierter und recht stimmungsvoller Sängertag der Sängervereinigung March-Höfe. Den absoluten Schluss bildete aber der von den Ortsvereinen bestrittene Altendörfler-Abend. Drei Tage voller Stimmung und Unterhaltung sind verrauscht. Was bleibt, das sind die guten Erinnerungen an schöne Stunden im Einrosendorf am Fusse der Johannesburg.

 

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